Verbraucherschützer geben Rat zum Sparen von Telefonkosten
Trotz günstiger Sparvorwahlen hat bei vielen Verbrauchern die Telefonrechnung die gleiche Höhe wie früher. Oft bezahlt man sogar mehr für das Telefonieren als vorher.
Die Ursachen dafür sind vielfältig. Erhöhungen der Grundgebühr, häufiger längere Ferngespräche, das tägliche Internetsurfen, auch das Lesen kostenpflichtiger Seiten, hin und wieder der Anruf bei einer Sonderrufnummer und schließlich noch Anrufe auf ein Handy. Fest steht: die Gewohnheiten beim Telefonieren haben sich gravierend verändert.
Oft führt aber auch der allgemeine Tarifdschungel dazu, dass man im Monat mehr bezahlt als erwartet. So ist es bei Call-by-Call-Anbietern gängige Praxis, nach einer Niedrigpreisphase die Tarife sprunghaft zu erhöhen. Der Kunde bemerkt das oft erst mit der nächsten und dann gestiegenen Telefonrechnung.
Die T-Com wirbt gegenwärtig intensiv für ihre Optionstarife wie beispielsweise “Calltime 120″, “AktivPlus xxl” und “Enjoy”. “Doch die scheinbaren Dumping-Preise verstellen den Blick auf die dafür Monat für Monat zu entrichtenden Aufschläge auf die Grundgebühr”, warnt Franziska Schwer von der Verbraucherzentrale Sachsen. “Bei “Aktiv Plus xxl” sind das immerhin jeden Monat 9,22 Euro, auch wenn man wegen Urlaub oder aus anderen Gründen längere Zeit abwesend ist.” Diese Zusatzkosten sind erst wieder ausgeglichen, wenn an jedem Wochenende mindestens 4 Stunden Ortsgespräche oder mindestens 2 Stunden Ferngespräche geführt werden. Mit dieser Tarifoption kann wohl nur sparen, wer Wochenende für Wochenende stundenlang an der Telefonstrippe hängt und bei dem XXL-Wochenendtarif kann man nicht mehr kostenlos surfen.
Zeitsparender und zugleich kostengünstig spart man mit den “Sparvorwahlnummern” alternativer Anbieter. Eine tagaktuelle Übersicht über die günstigsten Vorwahlnummern für Ferngespräche und in die Mobilfunknetze (1 Seite) gibt es für 0,62 EUR pro Minute im Fax-Abruf der sächsischen Verbraucherschützer unter 0900-146346-0150 sowie zum Abholpreis von 0,50 Euro in allen Beratungsstellen der Verbraucherzentrale Sachsen. Dort gibt es auch Rat und Hilfe bei Problemen mit der Telefonrechnung.
Pressemitteilung der Verbraucherzentrale Sachsen e.V.