Flatrates eignen sich nicht nur für Vielnutzer – Verbraucher sollten sich aber der zusätzlichen Kosten bewusst sein
“Volle Kostenkontrolle” oder “sorgloses Telefonieren und Surfen” versprechen Anbieter häufig in der Werbung für Flatrate-Tarife. Verbraucher sollten solche Versprechen jedoch nicht unbedingt beim Wort nehmen. “Eine Flatrate deckt immer nur einen bestimmten Teil der Telefon- oder Internetkosten ab. Eine gewisse Kostenkontrolle ist damit gegeben, allerdings gilt sie nur für die Inklusiv-Leistungen”, sagt Björn Brodersen vom Onlinemagazin www.teltarif.de . Bei einer Doppel-Flatrate für das Surfen im Internet und das Telefonieren ins deutsche Festnetz beispielsweise kommen die Kosten für Gespräche ins Ausland, in die Mobilfunknetze oder zu Sonderrufnummern zum monatlichen Grundpreis hinzu. Trotz Pauschaltarif sollten Verbraucher deshalb besonders bei längeren Telefonaten darauf achten, ob das Gespräch durch ihren Tarif abgedeckt wird.
“Ob sich eine Flatrate lohnt, können Nutzer anhand ihrer Telefonrechnungen der vergangenen Monate überprüfen. Dabei sollten sie alle Neben- und Folgekosten berücksichtigen”, sagt Brodersen. Vor allem die Flatrate-Preise für Festnetz und Internet sind inzwischen soweit gesunken, dass sich derartige Tarife nicht nur für Vielnutzer lohnen. Bei Arcor etwa kostet ein kombinierter Telefon- und DSL-1000-Anschluss ohne Flatrate 19,95 Euro pro Monat. Für nur 5 Euro mehr erhält der Kunde den gleichen Anschluss inklusive einer Telefon-Flatrate. Dieses Paket rechnet sich bereits, wenn täglich ungefähr 6 Minuten ins deutsche Festnetz telefoniert wird.
Der abschließende Hinweis von Björn Brodersen lautet: “Vor der Buchung einer Flatrate sollten sich Verbraucher die Konditionen sowie die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) genau ansehen. Auch Erfahrungsberichte, zum Beispiel in Internetforen, können Hinweise zu möglichen Folgekosten oder Fallstricken geben.”