All-in-One: Zehn Universal-Fernbedienungen im “video”-Test

fernbedienungen.jpgWer im Heimkino stets am Drücker bleiben will, hat es nicht leicht – denn jedes neue Zuspielgerät bringt seine eigene Fernbedienung mit. Das Fachmagazin “video” hat in seiner neuen Ausgabe (6/2006) zehn Universal-Fernbedienungen zwischen acht und 500 Euro auf den Prüfstand gestellt, die in der Praxis alle anderen Steuerstäbe sowie defekte oder verloren gegangene Signalgeber ersetzen. Mit dem Ergebnis: Wer sein umfangreiches AV-Equipment mit nur einer Fernbedienung im Griff behalten will, sollte beim Kauf auf ein Modell mit Lernfunktion achten. Solche Geräte sind bereits ab 50 Euro im Handel erhältlich und kommen auch mit komplexen Geräten wie AV-Receiver oder DVD-/HDD-Recorder zurecht. Billig-Geräte beim Discounter ohne Lernfunktion dagegen sind meist nur für TVs geeignet und stoßen schon bei der Steuerung eines DVD-Players schnell an ihre Grenzen.

Sieger im “video”-Test sind die Universal-Fernbedienungen Logitech Harmony 885 (etwa 250 Euro) und Philips RC 9800i (rund 500 Euro). Die Harmony 885 hat bis zu 15 Geräte fest im Griff und erhält alle benötigten Steuer-Codes über einen Server im Internet. Die Programmierung via PC ist zwar recht zeitaufwändig, dafür lassen sich aber auch ausgefallene Funktionen an den AV-Komponenten aktivieren. Noch vielseitiger ist die RC 9800i von Philips. Dieses Modell dient nicht nur als Fernbedienung, sondern vielmehr als Netzwerk-Terminal, das beliebig viele Geräte mittels Infrarot-Signal oder Wireless-LAN steuern kann. Zudem empfängt das elegante Touchscreen-Modell per Funk Programminformationen und stellt diese in seinem Display dar. Allerdings erfordert auch bei diesem Gerät die Konfiguration viel Zeit.

Ebenfalls mit einem Touchscreen ausgestattet ist der “video”-Kauftipp SRC-9200 von Conrad (rund 50 Euro). Bei dem 250 Gramm schweren Signalgeber stehen für jedes Bedienfeld fünf Designvarianten zur Wahl, um die Bildschirmoberfläche dem jeweiligen Gerät anzupassen. Geräte-Codes sind nicht vorhanden, die Programmierung erfolgt ausschließlich durch das Anlernen der jeweiligen Befehle. Dies dauert zwar bei vier Heimkino-Komponenten über eine Stunde, bietet aber letztendlich viel Flexibilität.

 

 

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