Hohe Energiepreise und kein Ende

Viele Verbraucher fragen sich, wohin die hohen Energiepreise noch führen sollen. Muss man vielleicht sogar über kurz oder lang im Kalten sitzen oder sind preisgünstigere Energieträger die Lösung?

„Eine Alternative wäre die Verwendung von Holz für Heizzwecke“, meint Roland Pause, Energieexperte der Verbraucherzentrale Sachsen. „Dabei ist allerdings zu beachten, dass eine Umstellung auf einen anderen Energieträger oder die zusätzliche Nutzung desselben aus Kostengründen nur dann sinnvoll ist, wenn ein Heizungsneubau oder eine Heizungsmodernisierung ansteht, was erfahrungsgemäß nur für wenige Verbraucher zutrifft.“

Im Mietwohnungsbereich ist vor dem Einbau eines zusätzlichen Ofens oder Kamins die Zustimmung des Vermieters einzuholen. Kosten (die meist der Verbraucher zu zahlen hat), belasten den Investor einige Jahre zusätzlich, so dass der Kosteneinspareffekt unter Umständen lange auf sich warten lässt. Viele hoffen gegenwärtig aber auf kurzfristige Kosteneinsparungen.

Einfamilienhausbesitzer, die einen Kamin besitzen, sind da schon besser dran. Durch die Nutzung eines Kamins können Sie den Energieverbrauch ihrer normalen Heizung reduzieren und damit letztlich Kosten sparen.

Aber Vorsicht: Nicht alles darf laut Bundes-Immissionsschutzgesetz im Kamin verbrannt werden. So sind Papier und Abfälle verboten. Holz sollte naturbelassen sein und darf nicht mit Schadstoffen kontaminiert sein. Es muss lufttrocken zum Einsatz kommen, die Feuchtigkeit darf nicht mehr als 20% betragen. Dazu muss das Holz an einem luftigen und trockenen Platz (ideal Südseite) aufgeschichtet werden und mehrere Jahre trocknen (Pappel und Fichte mindestens 1 Jahr; Erle und Birke mindestens eineinhalb Jahre; Buche, Esche und Obstbäume mindestens zwei Jahre). Dazu wird ausreichender Lagerplatz benötigt. Frisch geschlagenes Holz darf nicht verbrannt werden. Unter anderem wird der Heizwert nicht voll ausgenutzt und die Umwelt zusätzlich belastet.

Vielfach äußern Verbraucher, man habe preisgünstigen Zugang zu Holz. Vergessen wird dabei, dass die speziellen Anforderungen an das Holz berücksichtigt werden müssen. Das böse Erwachen ist dann groß, wenn der Fachmann (z.B. der Schornsteinfeger) hier die rote Karte zeigen muss.

Wer die Anschaffung einer neuen Heizung plant, kann sich mit einer modernen Holzpelletheizung von den bisherigen teuren Energieträgern unabhängig machen. Die industriell hergestellten Pellets erfüllen als Brennstoff alle Bedingungen.

Zu weiteren alternativen Heizmöglichkeiten (z. B. Einsatz von Wärmepumpen oder Bau eines Passivhauses) können sich Verbraucher in der Energieberatung der Verbraucherzentrale Sachsen beraten lassen. Termine für die Energieberatung erhält man in jeder Beratungseinrichtung oder über das Zentrale Servicetelefon montags bis freitags von 9.00 – 16.00 Uhr unter der Nummer 01805 / 79 77 77 (12 Cent/Min.)

Pressemitteilung der Verbraucherzentrale Sachsen e.V.

 

 

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