Winter geht – Rechnung kommt später
Kälte und Preiserhöhungen könnten Heizkostenabrechnung um bis zu 25 Prozent höher ausfallen lassen
War die Heizkostenabrechnung bisher schon üppig genug, fragen viele Menschen jetzt besorgt: Was wird uns dieser kalte Winter kosten? Schließlich gab es in den letzten Monaten erhebliche Preiserhöhungen bei Heizöl, Erdgas und Fernwärme. Gewissheit wird erst die nächste Heizkostenabrechnung bringen.
Dennoch versucht Energieexperte Roland Pause von der Verbraucherzentrale Sachsen schon vorab eine Prognose. So seien nach vorsichtigen Schätzungen der Meteorologen die Monate Dezember bis Februar um durchschnittlich 1,4 Grad kälter gewesen als in den vergangenen Jahren. Wer dennoch nicht auf die gewohnte Wärme in seiner Wohnung verzichten wollte, musste also in dieser Zeit um 1,4 Grad mehr heizen. Im Durchschnitt kostete das etwa 10 Prozent mehr Energie, also auch 10 Prozent mehr Heizkosten. Hinzu kamen Energiepreiserhöhungen, die regional unterschiedlich bei etwa 10 bis 15 Prozent liegen. „Damit könnten die Gesamtkosten der nächsten Abrechnung um rund 20 bis 25 Prozent höher sein als im Vorjahr“, vermutet Pause.
Wer genau weiß, in welchem Verhältnis Zimmertemperatur und Energieverbrauch stehen, kann sein Verbrauchsverhalten und die daraus resultierenden Kosten besser abschätzen. Immerhin hilft schon 1 Grad geringere Raumtemperatur ca. 6 bis 7 Prozent Energie zu sparen. Weitere Tipps haben die sächsischen Verbraucherschützer. Am Zentralen Servicetelefon unter 0180-5-797777 (0,12 €/Min aus dem deutschen Festnetz) kann man einen Beratungstermin erhalten.