Steinschlag in der Frontscheibe: Scheibenreparatur schont den Geldbeutel

(sc/DEKRA) Meist ist es nur ein kurzer scharfer Schlag und schon klafft ein kleiner Krater in der Windschutzscheibe. Besonders auf Straßen mit Splittstreuung sind Frontscheiben einem regelrechten Beschuss durch Steinchen ausgesetzt. Die Sachverständigen von DEKRA raten, solche Schäden möglichst rasch beheben zu lassen. Selbst kleine sternförmige Risse können sich schnell ausbreiten und zu irreparablen Schäden an der Scheibe führen. Dringt zu viel Luft und Feuchtigkeit ein, können matte Flächen entstehen. Liegt die Beschädigung in der Randzone der Scheibe, besteht zudem die Gefahr, dass sie zum Rand hin reißt, ihre Stabilität verliert und ihre tragende Funktion für die Karosserie einbüßt.

Der Großteil der Steinschläge verursacht begrenzte Schäden, die in der Regel repariert werden können. Die Reparatur ist allerdings an strenge Vorgaben gebunden: „Die Einschlagstelle darf nicht im Fernsichtfeld des Fahrers liegen und ihr Durchmesser höchstens fünf Millimeter betragen. Risse dürfen nicht mehr als fünf Zentimeter lang sein und nicht im Randbereich der Scheibe liegen“, erklärt Norbert Jostmeier, Experte bei DEKRA für Glasschäden. „Auch darf sich die zwischen den beiden Schichten der Verbundglasscheibe liegende Folie höchstens fünf Millimeter über den eigentlichen Schaden hinaus abgelöst haben.“

Schnelle Reparatur von Steinschlagschäden

Nach einem begrenzten Steinschlagschaden muss nicht gleich die komplette Frontscheibe getauscht werden. Viele Schäden lassen sich so fachgerecht reparieren, dass die Schadenstelle anschließend kaum mehr zu erkennen ist.

Bei der Reparatur saugt ein Vakuumgerät Luft und Feuchtigkeit aus dem entstandenen Hohlraum und füllt ihn anschließend mit Kunstharz aus. Nach einer fachgerechten Instandsetzung ist die Schadenstelle kaum mehr zu erkennen. Die Reparatur von Scheiben gehört in die Hände eines Fachmanns, betont der Sachverständige. Auch muss genügend Zeit für das Aushärten des Harzes einkalkuliert werden.

Die Reparatur bietet dem Autofahrer die deutlich günstigere Alternative zum Erneuern der Scheibe. Glasschäden sind von der Teilkaskoversicherung zwar gedeckt, doch der Fahrzeugbesitzer ist beim Austausch einer Frontscheibe in der Regel mit einer Selbstbeteiligung im Boot. Üblich sind hier rund 150 Euro. In der unteren Mittelklasse kostet eine Scheibe bereits rund 500 bis 700 Euro, bei Autos der Premiumklasse werden schnell mehr als 1.000 Euro fällig. Daher übernehmen die meisten Versicherer die Kosten für die gesamte Steinschlagreparatur.

Dringend warnt Jostmeier davor, im Winter eine Frontscheibe mit heißem Wasser von Eis zu befreien. Durch die Temperaturunterschiede treten so starke Spannungen auf, die die Scheibe zerstören können. Besser sei es, über Nacht eine Kunststofffolie vor die Frontscheibe zu klemmen. Sie sollte möglichst so straff sitzen, dass sie vom Wind nicht bewegt werden kann und die Oberfläche der Scheibe nicht verkratzt.

 

 

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